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  • AutorenbildAnne Amaru

Cebiche peruano

Aktualisiert: 15. März 2023

Die Herkunft des wohl bekanntesten peruanischen Gerichts Ceviche ist umstritten. Eine Theorie besagt, dass man bereits in der Mochica-Kultur vor mehr als 2000 Jahren ein Gericht auf der Basis von frischem Fisch zubereitete, den man mit Saft aus einer lokalen Frucht namens "Tumbo" (urubas, taxos, tumbos, parchas o poroksas aus der Familie Passiflora) kochte. Auch in der Inkazeit wurde Fisch mariniert, die Spanier brachten Zitronen und Zwiebeln mit und fügten damit die Zutaten hinzu, die wir heute im Zusammenhang mit Ceviche kennen. Laut dem Historiker Javier Pulgar Vidal entstammt das Wort "Seviche" von "Siwichi", einer Quechua-Terminologie, die frischen und zarten Fisch bezeichnet. Und genau das kommt dabei heraus, wenn man Fisch mit Zitronensaft einlegt. Fisch "roh" zu essen mag uns sonderbar erscheinen, jedoch ist der Fisch nach der Zubereitung nicht mehr roh, sondern wird auf diese Weise ohne Erhitzen "kalt gegart". Das Eiweiß wird durch das Marinieren zersetzt bzw. gebeizt.


Zutaten für 4 Personen:

500 g frischen Fisch (am besten Filet von festem Fisch, z.B. Seebarsch)

1 bis 2 rote Chilischoten

1 bis 2 rote Zwiebeln

2 bis 3 Knoblauchzehen

2 mittelgroße Süßkartoffeln, wahlweise Kartoffeln

2 Maiskolben

¼ l Zitronensaft - besser Limetten (ca. 10

Stück)

Salz, gemahlener Pfeffer

1 EL gehackter Koriander (original) oder

ersatzweise Petersilie

einige Salatblätter

 

Zubereitung

(Arbeitszeit ca. 30 Minuten)

Den Fisch in Würfel schneiden, Chilischote längs halbieren, alle "Sehnen" und Kerne ausräumen (minimiert die Scharfe, dabei eventuell Handschuhe benutzen), abwaschen und fein würfeln, die Zwiebeln putzen und in Scheiben schneiden. Knoblauch pressen. Den Fisch mit Chili, Zwiebel, Knoblauch, Salz, Pfeffer und dem Zitronen- bzw. Limettensaft mischen. Dann am besten im Kühlschrank ein bis zwei Stunden durchziehen lassen. Währenddessen kann man die Süßkartoffeln waschen und in Salzwasser wie eine Pellkartoffel garen, danach pellen und in Scheiben schneiden. Den Maiskolben putzen und in Salzwasser kochen, man schneidet ihn am besten in grössere Stücke. Nach meiner Erfahrungen geht dies am besten nach dem Kochen. Alles wird kalt gegessen. Die Zutaten nach peruanischem Vorbild auf einem Teller auf einem Salatblatt dekorieren und genießen!


P.S.: In Peru isst man gerne sogenannte" Canchitas" dazu (siehe vorn auf dem Foto), das ist gerösteter Mais.

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