Tacú Tacú

Aktualisiert: 30. Juli 2020

Während der Kolonialzeit brachten spanische Invasoren afrikanische Sklaven mit, die auf den Zucker- und Baumwollplantagen an der peruanischen Küste in den Tälern Chincha und Cañete sowie in den Städten Ica und Nazca arbeiten. Dort besteht die afro-afrikanische Tradition bis heute weiter. Man erzählt, das das Gericht "Tacú Tacú" in der Not aus Essensresten kreiert wurde und sich die afrikanische Küche nach und nach immer weiter mit der peruanischen verband. Gestritten wird noch ein wenig über den Ursprung des Wortes tacú tacú. Es könnte von dem Quechua-Wort „Tacuni“ kommen und „eine Sache mit der anderen mischen“ bedeuten. Andere halten es eher für eine Verschmelzung der afrikanischen mit der peruanischen Sprache.


Zutaten für 2 Personen:

150 g gekochte weiße Bohnen

50 g Schweineschmalz

150 g gekochter Reis

1/2 gelbe Chilischote (Aji amarillo) in Würfeln

1 große rote Zwiebel, gewürfelt

1 gehackte Knoblauchzehe

Salz, Pfeffer und Oregano (oder Majoran)

Zubereitung

(Arbeitszeit ca. 20 Minuten)

Einige peruanische Köche mischen alle Zutaten vor dem Braten und braten die Masse dann in der Pfanne wie ein Pfannkuchen aus. Mir gefällt die Option besser, bei der man die Zutaten nach und nach in die Pfanne gibt, dabei gut durchbrät und erst nach und nach in seine Form presst, weil das Aroma durch die Röststoffe, die dabei entstehen, besser heraus kommt:


Zuerst gebe ich das Fett in die Pfanne. Dann bräune ich die in Würfel geschnittenen Zwiebel zusammen mit der gehackten Knoblauchzehe darin an und gebe das Oregano mit hinein. Dann kommen die weißen Bohnen dazu und ich beginne diese mit einer Gabel in der Pfanne zu zerdrücken und dabei gleichmäßig anzubraten. Falls vorhanden, gebe ich eine halbe gelbe gewürfelte Chilischote hinzu, die ich zuvor von den Häutchen und Samen befreit habe, damit sie nicht zu scharf ist. Nun gebe ich auch den gekochten Reis hinzu, würze das ganze mit Salz und Pfeffer und zerdrücke diesen ebenfalls, bis die Bohnen und der Reis sich zu einer Masse verklumpen. Ich lasse das ganze wie ein Roesti fertig braten und den Tacú Tacú dann vorsichtig auf einen Teller gleiten.


Tip: Man kann die Bohnen auch vorher im Mixer pürieren, damit die Masse sich in der Pfanne besser formen lässt. Wer es nicht so scharf mag, kann die Chilischote weglassen und stattdessen nur leicht mit Cayennepfeffer würzen.


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