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  • AutorenbildAnne Amaru

Ein abenteuerliches Leben in Peru

Aktualisiert: 15. Jan.

Interview mit Reiseleiter Christoph Meyer


Christoph Meyer lebt mitten im peruanischen Regenwald, in Iquitos - eine der abgelegensten Großstädte der Welt mit fast 500.000 Einwohnern. Das Besondere: Die Stadt ist nur per Schiff oder Flugzeug erreichbar, denn sie liegt zwischen drei Flüssen, dem Amazonas, Itaya und Nanay. Zudem verfügt sie über ein kleines historisches Zentrum mit europäischer Architektur aus der Zeit des Kautschukbooms. Von hieraus starten zahlreiche Touren in den Regenwald, einige der abenteuerlichsten und schönsten bietet Christoph an.


"Christoph, wie bist Du ausgerechnet in Iquitos "gelandet"?"


Iquitos Google Earth
Iquitos aus "Google Earth"-Sicht

"Im Jahr 2008, als ich 23 Jahre alt war, besuchte ich zum ersten Mal die „Regenwaldmetropole“. Zu dieser Zeit reiste ich alleine durch Südamerika und kam von Brasilien mit vielen verschiedenen Schiffen bis nach Iquitos. Dort lernte ich meine zukünftige Frau Violeta kennen. Es ist eine lange Geschichte mit dem Ergebnis, dass ich sie vor neun Jahren heiratete und nun auch die peruanische Staatsangehörigkeit besitze."


"Daraus schließe ich, das Du für immer in Peru bleiben möchtest?"

Belen, Iquitos mit dem Fluss Itaya, Wolken, Boote
Belen, Iquitos mit dem Fluss Itaya

"Wir haben uns dazu entschieden, die nächsten Jahre in Iquitos zu bleiben, da meine Frau ihre Wurzeln hier hat und einige ihrer Geschwister sowie ihre Mutter hier leben. Zudem haben wir viel Zeit und Energie in diese Region investiert, so dass es nicht leicht wäre, alles einfach hinter uns zu lassen.

Weiße Sandstrände beim Fluss Nanay

Natürlich kann es sein, dass wir irgendwann in der Zukunft an einen anderen Ort in Peru ziehen, aber derzeit fühlen wir uns in Iquitos sehr wohl! "


Kathedrale von Iquitos mit schweizer Uhrwerk
Kathedrale von Iquitos mit schweizer Uhrwerk

"Hast Du noch Wurzeln in Deiner Heimat?"


"Ja, ich bin am malerischen Bodensee in der Schweiz aufgewachsen. Meine Eltern wohnen immer noch im selben Haus, während meine Geschwister an zwei verschiedenen Orten leben.

Leider schaffte ich es bis jetzt nicht die Heimat zu besuchen: Wir hatten ein Flugticket von Lima nach Zürich, das leider storniert wurde wegen der Covid-Pandemie. Mit der Krise wurde dann auch die finanzielle Situation schwierig. Und nun investieren wir erstmal ins "Business" ."



"Erzähl mal, wie kamst Du auf die Idee Reiseleiter zu werden? "

Ein Mann schaut eine Schlange an
Leptophis ahaetulla

"Vor vier Jahren entschied ich mich dazu, meine Begeisterung für die Amazonasregion zum Beruf zu machen und begann eine Ausbildung als Reiseleiter im "Senati Institut" in Iquitos. Die Ausbildung erstreckte sich über drei Jahre und ich hatte das Vergnügen mit vielen jungen Studenten im Alter von etwa 17 bis 20 Jahren zu lernen. Dabei lagen die Schwerpunkte hauptsächlich auf theoretischen Themen."



"Was ist das Besondere an Deinem Geschäftsmodell?"


"Vor der Corona-Pandemie hatte ich ja bereits Gelegenheit, zahlreiche Gäste aus dem deutschsprachigen Raum auf Touren in den Regenwald zu begleiten und meine Liebe zur peruanischen Natur mit zu teilen. Dabei wurde mir klar, dass es in der Region keine anderen Touranbieter gab, die Deutsch sprachen, und so beschloss ich, mein eigenes Reiseunternehmen zu gründen. Im März 2020 wurde "Wildlife Tours Peru E.I.R.L" offiziell in das Register eingetragen und erhielt alle notwendigen Bewilligungen."


"Und warum gerade Vögel, Reptilien und Amphibien?"


"Als Kind war meine Familie viel mit mir in der Natur unterwegs und damals beobachtete ich bereits Vögel und suchte in Bächen und Teichen nach Fröschen, Molchen und Salamandern. Da lag es für mich nahe, mich auf Vögel, Reptilien und Amphibien zu spezialisieren."


"Und wie hast Du Dir alles darüber beigebracht?"


"Auf meinen vielen Ausflügen im Regenwald entdeckte ich immer wieder neue Tierarten, über die ich im Internet Informationen sammelte, um sie zu identifizieren. Über die Jahre hinweg knüpfte ich zudem wichtige Kontakte zu Herpetologen, Ornithologen und Menschen mit ähnlichen Interessen und konnte dadurch viel von ihnen lernen. Vor fünf Jahren half ich bei der Gründung eines Vogelbeobachtungsklubs in Iquitos mit, dem "Club de Avistadores de Aves de Loreto". Mit dieser Gruppe unternahmen wir zahlreiche Ausflüge, um die Vögel rund um Iquitos zu identifizieren und neue Routen zu erkunden. Auf diese Weise konnte ich im Laufe der Jahre mein Wissen stark erweitern."



"Erst die Pandemie, nun zuletzt auch noch Straßenblockaden in Peru... Wie hat Dein Unternehmen diese negativen Auswirkungen auf den Tourismus verkraftet?"


"Die mehr als zwei Jahre Pandemie ohne Touristen waren eine schwierige Zeit, aber zum Glück ist diese Krise nun vorbei und seit 2022 geht es wieder bergauf. Ich durfte seitdem einige Gäste begrüßen und konnte den kleinen Gewinn, den ich erwirtschaftet hatte, in die Firma investieren. Die jüngsten Proteste in Peru führten zu einer erneuten Unterbrechung des internationalen Tourismus, da viele Straßen, vor allem im Süden des Landes, blockiert wurden und zahlreiche Botschaften Reisewarnungen herausgaben. Zum Glück blieb die Situation in Iquitos ruhig, aber leider entschieden sich viele Touristen trotzdem für andere Reiseziele."


Touristen gehen über eine Hängebrücken im Regenwald
Hängebrücke beim Napo Fluss

"Hat sich der Anteil von ausländischen zu peruanischen Reisenden verschoben, da weniger Touristen ins Land kommen?"

Tourist im Boot hält Fisch hoch
Säbelzahnsalmler

"Dazu kann ich nicht so viel sagen, da ich bislang noch keine nationale Kundschaft hatte. Als Spezialist für den Regenwald und seine Bewohner bin ich aber davon überzeugt, dass meine Firma in Zukunft auch vermehrt von einheimischen Touristen gebucht werden wird, denn auch in Peru sehnen sich die Menschen nach Natur."


"Gibt es saisonale Unterschiede, wann ist Hauptsaison?"


"Die Hauptsaison für den Tourismus in der Region ist normalerweise um Weihnachten, die Osterwoche und im Juli/August, wenn in Amerika und Europa Sommerferien sind. Viele deutschsprachige Touristen sind auch mehrere Wochen unabhängig von der Saison in ganz Südamerika unterwegs.

Zu Beginn des Jahres helfe ich immer einer amerikanischen Reiseagentur bei der Organisation von Touren zum Thema Herpetologie. Diese Touren finden zu Beginn der Regenzeit statt, da die Tiere zu dieser Zeit besonders aktiv sind."



"Was ist das Besondere an Deinen Touren, was unterscheidet Dich von den anderen Anbietern? Erzähl mal..."


Ein Totenkopfäffchen schaut vom Baum herab
Totenkopfäffchen

"Die Artenvielfalt im Loreto-Gebiet ist wirklich beeindruckend. Besonders für Touristen, die Flussdelfine in ihrem natürlichen Lebensraum beobachten möchten, ist eine Tour in den Nordosten sehr zu empfehlen, da diese im Süden Perus nicht zu finden sind. In Loreto können Touristen mehr als 1000 Vogelarten beobachten und im Tamshiyacu Tahuayo Reservat

sogar 14 verschiedene Affenarten entdecken. Bei unseren Touren haben wir fast immer die Gelegenheit, auf Faultiere zu treffen und wir bieten unseren Gästen auch die Möglichkeit, Piranhas zu angeln."


Auf dem Fluss beim Angeln von Piranha-Fischen
Piranha-Fischen

"Wir erkunden den Regenwald sowohl bei Tag als auch bei Nacht, zu Fuß und mit dem Boot. Ein besonderes Highlight ist dabei auch die Möglichkeit, die einzigartigen Pfeilgiftfrösche zu entdecken. Während ich Touren leite, habe ich immer den Wunsch, selbst so viele Tiere wie möglich zu beobachten. Deshalb sind wir oft draußen in der Natur und passe das Programm individuell an die Wünsche der Gäste an. Ich bin ständig auf der Suche nach neuen Orten, an denen besondere Tierarten vorkommen, und kann auch spezielle Touren organisieren, um Tiere zu beobachten, die sonst schwer zu finden sind. "

Ein Mann fotografiert eine Riesenschlange
Südamerikanischer Buschmeister "Lachesis muta"

"Beispielsweise können wir unsere Gäste auf der Suche nach dem Buschmeister (Lachesis muta) begleiten, der größten Giftschlange der westlichen Hemisphäre. Oder die bedrohte Froschart der Stummelfußfrösche (Atelopus spumarius) beobachten sowie auch endemische Vogelarten, wie den Allpahuayo Antbird (Percnostola arenarum). "


Motor-Aluminiumboot im Fluss bei Iquitos

"Ich habe kürzlich ein Aluminiumboot mit einem 40-PS-Außenbordmotor erworben, das Platz für bis zu 10 Gäste bietet. Damit kann ich nun viele neue und aufregende Touren rund um Iquitos anbieten."




"Ich würde erstmal denken, man sollte die nachtaktiven Tiere nicht stören, wie ist das?"


"Nachtaktive Tiere sind oft schwer zu entdecken, da sie tagsüber gut versteckt sind. Hierzu gehören beispielsweise Vogelspinnen, Schlangen, Kaimane und der Wickelbär. Um ihnen unnötigen Stress zu ersparen, empfiehlt es sich, die Tiere nicht zu lange zu beobachten und ruhig zu bleiben, um unnötigen Lärm zu vermeiden."

Boot auf dem Fluss bei Sonnenuntergang

"Ich persönlich finde die nächtlichen Exkursionen besonders spannend, da man dann die Gelegenheit hat, die verschiedenen nachtaktiven Tiere zu sehen und sich ein Bild davon zu machen, wie sie in ihrem natürlichen Lebensraum leben. Es ist ein einzigartiges Erlebnis, den Klängen und Geräuschen des Regenwaldes zu lauschen und sich von der Natur verzaubern zu lassen."


"Ich glaube, ich muss doch nochmal nach Iquitos kommen, das klingt alles phantastisch! Leider war mir das feuchtwarme Klima so unangenehm. Macht Dir das Klima nichts aus, gewöhnt man sich daran?"


"Ich lebe gerne in einer wärmeren Umgebung, deshalb bin ich auch aus der Schweiz ausgewandert. In meinem Zimmer habe ich eine Klimaanlage installiert, damit ich mich bei Bedarf zurückziehen und abkühlen kann. Ansonsten dusche ich mich oft kurz ab, um mich wieder frisch zu fühlen. Jeder Mensch verträgt Hitze anders, aber mit der Zeit gewöhnt man sich daran. Es ist am besten, körperlich anstrengende Arbeiten zu vermeiden und stattdessen in den kühleren Morgen- und Abendstunden zu arbeiten."


"Ist dein Job nicht sehr anstrengend?"

Fischfang im Amazonas
Gruppenfoto nach dem Fischen beim Tahuayo Fluss

"Meine Arbeit macht mir viel Spaß. Natürlich bin ich nach einer Tour müde, denn es gibt viele verschiedene Erlebnisse und Eindrücke zu verarbeiten. Das Leben als Unternehmer ist nicht immer einfach, da man jeden Tag viele Entscheidungen treffen muss und Verantwortung für das Unternehmen trägt."


"Was machst Du, wenn du mal frei hast?"


"In meiner Freizeit verbringe ich gerne Zeit mit meiner Frau. Wir gehen oft ins Kino oder machen kleinere Ausflüge in der Umgebung. Es ist wichtig, sich auch mal zu entspannen und den Kopf frei zu bekommen, um wieder mit frischer Energie an die Arbeit gehen zu können. Ich bin dankbar, dass ich einen Job habe, der mir erlaubt, meine Leidenschaft auszuleben und gleichzeitig Zeit für meine Beziehung und meine persönliche Entwicklung zu haben."


"Was macht Dein Tourismus zum nachhaltigen Tourismus?"


"Auf meinen Touren beziehe ich gerne die Einheimischen mit ein und besuche mit meinen Gästen die umliegenden Dörfer. Dabei haben sie die Möglichkeit, lokale Kunsthandwerke zu kaufen und somit den Menschen vor Ort ein Einkommen zu ermöglichen. An vielen Orten zahlt man pro Gast eine Gebühr, von der die Dörfer profitieren und helfen können, die Natur besser zu schützen. Ich unternehme viele meiner Touren an Orten, an denen die Natur entweder durch den Staat oder von den Dorfbewohnern geschützt wird."


Verkauf von Kunsthandwerk im Amazonas
Kunsthandwerk der Frauen, El Chino, Tahuayo Fluss

"Welche Erfahrungen mit Einheimischen hast Du? Sind sie Dir immer wohlgesonnen?"

"Bisher habe ich nur positive Erfahrungen mit der lokalen Bevölkerung gemacht. Hier im Regenwald sind die Menschen fröhlich und offen und freuen sich auf Besucher. Es ist mir wichtig, dass meine Gäste auch ein Verständnis für die Kultur und Lebensweise der Einheimischen entwickeln und respektvoll mit ihnen umgehen."


"Gehst Du immer allein mit den Touristen los oder hast Du Helfer?"


Allpahuayo Mishana Reservat
Im Allpahuayo Mishana Reservat

"An manchen Orten, wie zum Beispiel im Allpahuayo Mishana Reservat, begleite ich meine Gäste alleine, da ich mich dort gut auskenne und die Zivilisation in der Nähe ist. An entlegenen Orten nehme ich immer einen lokalen Helfer mit, der die Gegend besser kennt."



"Gab es schon mal einen Zwischenfall wie einen kranken Touristen unterwegs oder einen Notfall? Bist Du auch dafür ausgebildet?"


"Ich habe mehrere Erste-Hilfe-Kurse besucht und somit ein gutes Wissen, was im Notfall zu tun ist. Ein Gast wurde einmal von einer Spinne gebissen, die sich in seinem Stiefel versteckt hatte. Wir brachten ihn vorsichtshalber ins Krankenhaus, wo er Schmerzmittel erhielt und ohne weitere Komplikationen nach Hause gehen konnte."


"Ist das nicht manchmal ein bisschen unheimlich mit eigentlich Dir fremden Menschen im Urwald zu sein?"


"Für mich persönlich ist das nicht unheimlich, da ich mich auf meine Erfahrung und meine Vorbereitungen verlasse. Ich achte darauf, dass meine Gäste sich mit mir an die Sicherheitsregeln halten. Es ist sehr interessant und bereichernd, neue Menschen kennenzulernen und mit ihnen gemeinsam Abenteuer zu erleben. Die Schönheit und Ruhe der Natur helfen dabei, Sorgen und Ängste zu vergessen."


Gruppenfoto mit Einheimischen in Loreto
Gruppenfoto bei Urco Miraño beim Napo Fluss

"Gibt es irgendwelche Empfehlungen, die Du Deinen Kunden vor den Reisen geben möchtest?"


"Eine gute Taschenlampe ist Gold wert. Heutzutage sind diese relativ klein und können viele Jahre halten, wenn man eine hochwertige kauft. Eine Auffrischung der Tetanus-Impfung ist immer sinnvoll. Ich empfehle auf einer Tour, lange Kleidung zu tragen, da die Sonne sehr stark ist und am Abend und in der Nacht die Moskitos aktiv sind. Je nach Jahreszeit können ihre Populationen unterschiedlich sein."


"Für Android gibt es eine nützliche App namens Geo Tracker, mit der man Routen mit GPS aufzeichnen und die Landschaft mit Satellitenfotos anzeigen könnt, die ich empfehle. Es ist auch toll, die Tier- und Pflanzenwelt zu identifizieren und zu registrieren. Sehr gut Apps hierfür sind: "Merlin, eBird, iNaturalist und HerpMapper"."


"Übernachten die Touristen bei Dir?"


"Derzeit stelle ich selbst keine Unterkünfte für Gäste zur Verfügung, da mein Haus jetzt eine Quinta ist und ich die Zimmer fest an Einheimische vermiete. Ich verfüge über insgesamt acht Zimmer, von denen praktisch immer alle vermietet sind. Dies gibt mir ein stabiles Grundeinkommen."


"Was wäre Dein Wunsch für die Zukunft?"


"Im Laufe der Jahre hatte ich viele Kunden aus dem deutschsprachigen Raum, auch dank meines Eintrags im Reiseführer "Quer durch Peru". Oftmals buchen meine Gäste eine 3- oder 4-tägige Tour, aber ich denke, dass es noch spannender wäre, wenn sie mehr Zeit für den Regenwald einplanen würden, da es so viel zu entdecken und zu sehen gibt! Mein Ziel ist es, meine Gäste dazu zu inspirieren, mehr Zeit im Regenwald zu verbringen und ihre Reiseerfahrung noch intensiver zu gestalten. In der Zukunft plane ich auch, eine eigene Lodge zu betreiben, um meinen Gästen ein noch authentischeres Erlebnis zu bieten."


"Vielen Dank, für das sehr sehr spannende Interview, lieber Christoph! Ich wünsche Dir von Herzen alles Gute und weiterhin viel Erfolg!"


"Vielen Dank!"


Boot auf dem Fluss mit Riesenseerosen
Riesenseerose "Victoria Regia"

Wenn Du eine auf dich zugeschnittene Tour buchen möchtest, kontaktiere Christoph doch einfach direkt unter:

Informationen: Wildlife Tours Peru E.I.R.L.

WhatsApp: +51 975 580 155



Die Bilder im Artikel hat mir Christoph zur Verfügung gestellt.

Mehr Bilder von Iquitos könnt Ihr Ihr hier anschauen!


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