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  • AutorenbildAnne Amaru

Moringa- der Baum des Lebens

Aktualisiert: 31. März 2021

In Peru werden Moringa-Blätter zur Bekämpfung von Unterernährung eingesetzt. "Moringa oleifera", von den Hindus als Baum des Lebens bezeichnet, stammt ursprünglich aus Indien. Er wird auch als Meerrettichbaum oder Wunderbaum bezeichnet. Es handelt sich um die nährstoffreichste Pflanze der Welt, denn Blätter sollen mehr als 90 Nährstoffe enthalten.

In Peru wurde das Moringa-Saatgut 1999 offiziell eingeführt.

Agraringenieure hatten die Samen der wundersamen Pflanze zuerst nach Lambayeque gebracht und zwei Hektar in Pátapo installiert, um der Bevölkerung den Anbau und die Verwendung zu zeigen.

2013 waren in Peru in der Umgebung von Ica, Pisco, Huacho, Chiclayo, Piura, Tarapoto und Madre de Dios insgesamt 20 Hektar Moringa installiert und es wurden dort sehr gute Erträge erzielt.

Da er sehr wenig Wasser verbraucht, ist der Wunderbaum ist eine sehr gute Alternative für den Anbau an der Küste, wo die Verfügbarkeit von Wasser die landwirtschaftliche Produktion einschränkt.

Das getrocknete Moringa-Blatt enthält ungefähr 28% Protein sowie Kupfer, Eisen, Phosphor, Mangan und andere Minera-lien, die es zu einer der besten Nahrungsergänzungsmittel der Welt machen.

Moringa enthält soviel Eiweiß wie Eier und doppelt so viel wie Milch, viermal so viel Vitamin A wie Karotten, viermal so viel Kalzium wie Milch, siebenmal so viel Vitamin C wie Orangen und dreimal mehr Kalium als Bananen.

Moringa-Der Jungbrunnen

Die Eigenschaften des Baumes helfen , die Zellen zu erneuern, die jeden Tag im Körper sterben. Dies soll ihn zu einem wirksamen Mittel für AIDS-Patienten machen. Studien besagen, das das in Moringa enthaltene Benzylisothiocyanat sich auch als Alternative bei Krebspatienten bewehren könnte. Die Einnahme könnte sowohl vor der Bildung von Krebstumoren schützen als auch deren Wachstum verlangsamen und den Krebs möglicherweise sogar heilen.

Weiterhin hilft Moringa bei der Nierenreinigung, wirkt unterstützend bei der Kreislaufregulation und wirkt damit Herzinfarkten entgegen. Die Pflanze reguliert das Verdauungssystem und beugt Durchfall und Verstopfung vor. Die Samen haben antibakterielle Eigenschaften und die Blüten sind reich an Antioxidantien, die die Zellen vor freien Radikalen schützt. Die in der Pflanze enthaltenen Cytokinine wirken wie ein Antihistaminikum antiallergisch und können arthritische Entzündungen reduzieren.

Dabei lässt sich die gesamte Pflanzen verwerten: Früchte, Blätter, Stängel, Rinde und Wurzeln.

Ernährungswissenschaftler sagen, es sei schwierig ein kompletteres Lebensmittel zu finden, das auch noch einen so angenehmen Geschmack habe und frisch oder getrocknet verzehrt und auf verschiedene Arten zubereitet werden kann:

Die getrockneten Blätter werden mit etwas Zitrone und Salz in kochendem Wasser zubereitet und zu Salaten oder Desserts gereicht, oder einfach als Tee-Aufguss getrunken. Kindern gibt man die gemahlenen Blätter als Zutat in Säften oder mit leckerem Eis. Man kann sie mit Ananas kombinieren oder mit Honig süßen. Auch kann man Moringa-Mehl in Brot, hausgemachten Keksen oder Brownies verbacken.


In Europa werden Moringapulver, Moringakapseln und Tee u. a. auch zum Abnehmen angeboten. Die Bitterstoffe der Pflanze bremsen den Hunger und sollen das Abnehmen begünstigen, weil sie die Verdauung anregen und die Fettverbrennung beschleunigen. Durch den hohen Eiweißgehalt bleibt man länger satt und isst automatisch weniger. Das Eiweiß hilft beim Kraft- und Ausdauertraining.


Schwerwiegende Nebenwirkungen sind nicht bekannt, übermäßiger Konsum kann bei einzelnen Menschen zu leichten Magenschmerzen führen. Es wird empfohlen, das Erwachsene sechs Gramm Moringa pro Tag konsumieren und Kinder nur die Hälfte.

Andere Verwendungen:

Aufgrund seines Protein- und Vitamingehalts ist Moringa auch für die Tierernährung als ergänzendes Futtermittel von großer Bedeutung, sowohl in der Milchviehhaltung als auch in der Haltung von Geflügel, Fischen und Schweinen. Tests mit Legehennen und Meerschweinchen hatten zu positiven Ergebnissen geführt. Ein in Peru bedeutendes Geflügelunternehmen soll Moringa bereits zu 20% als Nahrungsersatz für Soja verwenden. Moringa wird auch als Futter für Forellen getestet.


Moringa reinigt das Wasser natürlich und umweltfreundlich.

Die Samen sind als Flockungsmittel eine gute Alternative zu Aluminiumsulfat, das sonst zur Klärung in Wasseraufbereitungsanlagen in Städten verwendet wird.


Botanik und Anbau:
Moringa oleifera (Foto: Anne Amaru)

Der tropische Baum wird bis zu 9,5 Meter hoch. Die Pflanze ist sehr widerstandsfähig während langer Dürreperioden, verbraucht wenig Wasser und hält starken Winden stand. Der Anbau ist auf allen Bodenarten möglich und verhindert Bodenerosionen. Der Baum bietet eine gute Möglichkeit zur Produktion von Holz und eignet sich zur Papierherstellung. Wegen des hohen Ölsäuregehalts könnte Moringaöl sogar zur Gewinnung von Biodiesel geeignet sein.


Der Baum wächst sehr schnell, innerhalb eines Jahres nach der Pflanzung beginnt bereits die Ernte. Im ersten Jahr kann man bereits 1.000 kg Samen pro Hektar ernten, im zweiten Jahr sogar 2.000 kg. Vom dritten Jahr an produziert der Baum 3.000 kg "Inka-Erdnüsse" pro Hektar, bis der Baum im Alter von ca. 25 Jahren abstirbt. Um eine für die Kommerzialisierung ausreichende Menge an Blättern zu erhalten, muss die Plantage 10 Jahre bewirtschaftet werden. Dann erfolgt die Ernte alle 60 Tage, wobei 6 Ernten pro Jahr erzielt werden.

Weitere interessante Fakten:
  • In Peru stellen zahlreiche Firmen unterschiedlichste Produkte mit Moringa her.

  • Moringa-Öl wird von den Japanern für 100 US-Dollar pro Liter gekauft und für Kosmetika verwendet.

  • Aus 5 Kilo Samen bekommt man 1 Liter Öl heraus.

  • Aus Mexiko kommt der Energy Drink namens "ZIJA" aus Moringa. Dieser wird dort, in den USA und Kanada verkauft.

  • Fidel Castro, ehemaliger Staats- und Regierungschef Kubas, wurde 90 Jahre alt (+2016) und sagte, Moringa sei das Geheimnis seiner Gesundheit und hohen Alters gewesen.


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